Worum es geht

Es gibt zahlreiche Vorschläge zur Umsetzung der digitalen Bildung. Etwa die Vermittlung von Medienkompetenz damit Schüler und Studierende in ihrem Alltag nicht überrumpelt werden, sondern sich den Herausforderungen der digitalen Welt aktiv stellen können. Oder es wird das Erlernen einer Programmiersprache ins Zentrum gerückt, um bereits frühzeitig eine Basis für eine Berufsqualifikation zu schaffen. Oder es werden den Schulen und Hochschulen von Verlagen, wie Bertelsmann oder digitalen Konzernen vorgefertigte Unterrichtmaterialien zur Verfügung, die oft mit Cloud-basierten Learning-Analytics-Systemen verbunden sind. So können die Stärken und Schwächen der Lernenden schnell und effizient analysiert, kontrolliert und gespeichert werden. Ein großer Komfortgewinn vor allem für Lehrende und unter Datenschutzgesichtspunkten eine langfristig bedenkliche Entwicklung für Schüler und Schülerinnen.

Wir, eine Projektgruppe am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg, rücken die Erarbeitung von Orientierungswissen zur digitalen Transformation mit ihren Bausteinen, Herausforderungen und Optionen ins Zentrum. Hier sehen wir Defizite in Schulen und Hochschulen.

Methodisch nutzen wir die Ansätze des forschenden Lernens und der Agilität: Studierende oder Schülerinnen sollen die Veränderungspotenziale der digitalen Transformation für Leben und Arbeit selber entdecken, den Lernprozess immer wieder mit den übrigen Teilnehmern rückkoppeln und ihre Arbeit schließlich in einem Video umsetzen.

Gelungene Arbeiten werden auf der Plattform MikroPolis.org eingestellt.

MikroPolis.org bietet sowohl inhaltliche Beiträge zum Verstehen und Gestalten der digitalen Transformation als auch Empfehlungen und Werkzeuge zur Videoproduktion.

Wir wollen mit dieser Plattform  Schülerinnen und Studierende anregen, im Verständnis des forschenden Lernens selber aktiv zu werden. Die für diese Plattform entwickelten Konzepte können sie dabei unterstützen.

Die Metapher <MikroPolis> steht für Mikroelektronik und dem altgriechischen Polis, verstanden als Bürgergemeinde, also im weiteren Sinne für die Wechselwirkungen von Technik und Gesellschaft.

— Arno Rolf

Förderer